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Zahnarztpraxis  Dr. Claudia Kanitz MSc., Hamburg
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Kreidezahn-Behandlung

MIH (Molaren-Inzisiv-Hypomineralisation)

Es ist kein Karies, bedarf aber mindestens derselben Aufmerksamkeit und zwar vom Spezialisten. Wir, als über 20 Jahre lange erfahrene Kinderzahnarzt- und Kieferorthopädiepraxis, haben viel Erfahrung und Eindrücke auf diesem Gebiet. Es scheint die neuzeitliche Volkskrankheit zu werden, denn im Kindergarten- und Schulkindalter sind gefühlt 20 – 30 % der Kinder betroffen.

Niemand kennt die Ursache der Krankheit, doch die Mediziner haben einen Verdacht.


„Kreidezähne“ – ein Schmelzbildungsdefekt (MIH)

Schuld ist die Schmelzbildungsstörung Kreidezähne, in Fachsprache „MIH“ für Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. Die Zahnoberfläche von solchen Kreidezähnen ist rau, verfärbt und schmerzt bei Berührung. Der Zahnschmelz ist viel dünner und poröser als bei normalen Zähnen. Meistens sind die Backenzähne betroffen. Die Mineralisationsstörung kann sich auf kleine Flächen des Schmelzes beschränken oder die gesamte Zahnoberfläche überziehen.

MIH ist vor allem rechtzeitig zu erkennen und zu beheben, wenn die bleibenden Zähne betroffen sind. Deren Aushärtung fällt in die Phase zwischen Geburt und drittem Lebensjahr. Dann werden Kalzium und Phosphat eingelagert, was den Zahnschmelz aushärtet. Bei MIH ist dieser Prozess gestört. Der Zahnschmelz bleibt weich, manche Zähne sind schon beim Durchbruch in den Kiefer völlig zerstört.


Bohren ohne Bohrer

Der Schreck ist groß. MIH – eine Abkürzung, die Eltern sofort nicht schlauer googlen lässt, geht oft mit Schuldgefühlen einher: „Hätte ich was tun können? Habe ich was falsch gemacht? Mein armes Kind – bin ich schuld?“. NEIN – sind Sie nicht, aber Sie sind richtig in der Praxis, die sich auf MIH spezialisiert hat. Wir beraten Sie und Ihr Kind gern und finden die bestmöglichste Therapie, denn genauso wie die Forschung weitergegangen ist in den letzten 10 Jahren zu diesem Thema, so sind auch alte Behandlungsmaßnahmen hierzu nicht mehr state-of-the-art und veraltet. Wir bilden uns regelmäßig mit dem gesamten Team fort, um die beste und auch ästhetischste Versorgung für diese Zähne bieten zu können. Auf bleibenden Zähnen akzeptieren wir keine silbernen konfektionierten Kronen mehr, es sei denn, die Prognose ist so schlecht, dass die Zähne nur mittelfristig gehalten werden können. Die bleibenden Zähne der Kinder haben dasselbe Recht auf eine suffiziente präzise und auch weiße Versorgung wie die von Erwachsenen. Es sind ja auch Erwachsenenzähne. Daher arbeiten wir mit dem sog. SAND-man zum schonenden minimalinvasiven Substanzabtrag, der absolut schmerzarm ist. Bohren ohne Bohrer. Und wir arbeiten mit Laboren zusammen, die uns absolut kindgerechte Materialien in weißer Zahnästhetik anfertigen.

Die Krankheit wurde vor über 20 Jahren zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben und tritt heute weltweit in beinahe allen Industrienationen auf. Die Häufigkeit wird in Städten öfter beobachtet als „auf dem Dorf“.

In Deutschland sind 10 bis 15 Prozent aller Kinder betroffen.

Bei den Schulkindern ist die Zahl noch höher als bei den Kindergartenkindern: Beinahe jedes dritte Kind hat MIH. Die Krankheit ist bei dieser Altersgruppe mittlerweile ein größeres Problem als Karies.

Alle drei Monate sollten Kinder mit Kreidezähnen in die engmaschige Kontrolle und Prophylaxe kommen.
Kreidezähne können bei Berührung schmerzen, bei Hitze und bei Kälte. Eis essen, warmen Tee trinken und Zähneputzen tut den Kindern weh. Die Patienten müssen nach jedem Essen ihre Zähne putzen und alle drei Monate zur Behandlung in eine Zahnarztpraxis.


Bisphenol A als Auslöser?

Die Ursachen, die die Krankheit auslösen, sind nicht geklärt. Es werden sog. Plastikweichmacher diskutiert (Bisphenol A), aber früher wurden auch hochdosierte Antibiotikagaben als Auslöser untersucht, Erkrankungen der Atemwege oder Vitamin-D-Mangel, um nur einige der möglichen Gründe zu nennen.
Seit 2018 belegen Studien die Bisphenol A Theorie als eine der wahrscheinlichsten und hauptsächlichen Ursachen, wobei anzunehmen ist, das die sog. Entstehungsgenese multifaktoriell ist. Es ist also nicht nur eine Noxe, die den Fehler bedingt, es müssen mehreren Faktoren auslösen, die gleichzeitig wechselwirkend die Schmelzbildung stören.
Bisphenol A ist in allen Plastikgefäßen enthalten, aber auch versteckt in beschichteten Konservendosen; jede Salami oder Käseverpackung, die sie nicht im Tante Emma Laden in Papier eingewickelt kaufen, hat eine Plastikverpackung, selbst das Tetrapak Milch… Es ist also quasi überall. Was Sie machen können, ist bei den Kindern mitgegebenen Schulbrotdosen und Getränkeflaschen auf „Bisphenol-A-frei“ zu achten, ebenso bei Schnullern und Milchflaschen etc.

Der hormonell wirksame Stoff Bisphenol A kann in Lebensmittel übergehen und sich im Körper anreichern.

Prof. Dr. med. dent. Norbert Krämer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde zitiert: „Es ist aus meiner Sicht dringend geboten, dass die Bundesregierung entsprechende Förderprogramme auflegt. Damit wir hier in der Forschung, vor allen Dingen in der Prävention der Erkrankung, weiterkommen“.
„Kreidezähne werden nie wieder gesunde Zähne sein. Sie sind besonders anfällig für Karies. Das einzige, was man tun kann, ist eine besonders intensive Pflege und eine Stärkung des Zahnschmelzes.“

Die Therapie bedarf besonderer Maßnahmen, anders als bei der Kariestherapie, denn wenn es um die bleibenden Backenzähne geht, ist es wichtig, gleich den richtigen Weg einzuschlagen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade wegen der Schmerzüberempfindlichkeit dieser Zähne, die qualitativ gute Therapie nur mit der Unterstützung von Lachgassedierung nicht nur zu einem guten Ergebnis führt. Sie wird auch zu keiner schlechten Erfahrung für die betroffenen Kinder, weil irgendein Zahnarzt einfach mal versucht, eine Füllung zu machen wie bei Karies. Es ist keine Karies, die Zähne reagieren anders. Und ganz wichtig für uns, wir hören immer wieder: „Die Kinder stellen sich an!“ und „Die müssen da durch!“. Es sind schmerzempfindlichere Zähne und jeder Erwachse würde sich auch nicht einfach so einer Prozedur unterziehen.

Wir beraten Sie und Ihr Kind ausführlich dazu.



Liebe Patienten,

„Corona will nicht enden…“

bitte berücksichtigen Sie bitte, dass wir zu COVID-Zeiten  Terminverschiebungen und Behandler-Wechsel nicht immer zu vermeiden, wir bitten es uns dies nachzusehen.

Das Anrufaufkommen zu COVID-Zeiten ist wegen Unsicherheiten, Terminbestätigungen oder -absagen uvm. sowie Nachfragen absolut erhöht.
Daher bieten wir neben Terminanfragen per Telefon unbedingt auch die Anfrage an über:

• Email: über unsere Kontaktformular
unseren neuen online Terminkalender bei doctolib ( link : siehe unten)
• sowie über unsere neue erweiterte professionelle Telefon-Servicehotline, die wir ab dem 9. März für unsere Patienten unter der Rufnummer freigeschaltet haben: 040- 600 598 48
• Nutzen Sie weiterhin bei Beratungsbedarf zu speziellen Themen auch unsere neue Videosprechstunde
(auch im doclib-link zu erhalten: Stichwort Videosprechstunde mit Dr. Claudia Kanitz MSc)

WIR HABEN KEINE EXTRA Schmerzsprechstunde zu COVID-zeiten, Patienten mit Schmerzen müssen Dienstag bis Freitags bis 9.15 Uhr in  der Praxis vorstellig werden – nicht später – und Wartezeit mitbringen. Wir nehmen nicht mehr als 2 Schmerzpatienten an. Die vorherige Anmeldung per Telefon oder email ist erwünscht. MONTAG haben wir gar keine Schmerz-Zeiten.

Wir bitten daher auch um Verständnis,  wenn unvorhergesehen Kindern mit manchmal leider  sehr schweren  Zahnunfällen  und anderen Schmerzzuständen zu uns in die Praxis kommen, und dann spontan Behandlungsbedarf entsteht,  dass dadurch die Wartezeit für Terminpatienten dann etwas länger werden kann.

Wenn IHR KIND einen Unfall oder starke Schmerzen hätte, würden Sie sich auch wünschen, dass wir es ungeachtet der Warteschlange ggf im Wartezimmer mit Priorität behandeln!

Bei Fragen zur Rechnung wenden Sie sich  bitte ausschliesslich an die ausgebende Stelle der BFS

( siehe Rechnungsbriefkopf) .

Bleiben Sie gesund!
Ihr Praxisteam Dr. Claudia Kanitz M.Sc.